Hufschutz

Hufschuhe und Klebebeschläge

Ein persönliches Anliegen vorab:

Ich richte mein Denken und Handeln absichtsvoll auf die Erhaltung und Wiederherstellung gesunder und leistungsfähiger Barhufe. Ich distanziere mich von permanentem Hufschutz und schließe genagelten Hufschutz aus.

Barhuf zu laufen liegt in der Natur der Pferde. Die Haltung in menschlicher Hand führt jedoch dazu, dass ein Hufschutz temporär erforderlich sein kann. Hufe entwickeln sich entsprechend ihrer Umwelt. Die Huflederhäute reagieren auf Druckbe- und -entlastung und den Abrieb durch den Boden, wonach sie die Hornproduktion regulieren. Selbst gesunde Hufe, an einem ausgewogen versorgten Pferd, werden nicht in der Lage sein, problemlos über steinige Böden zu laufen, wenn der Alltag durch weiche Böden im Paddock und gelegentliche Ausritte geprägt ist. Vereinfacht gesagt: Können wir das Pferd haltungsbedingt nicht den größten Teil des Tages auf Böden bewegen, auf denen es am Ende laufen soll, braucht es meistens temporären Hufschutz. Mittlerweile gibt es verschiedene und fortschrittliche Möglichkeiten, den Eisenbeschlag konsequent zu umgehen und die Funktion des Hufs als Blutpumpe zu erhalten.

 

Hufschuhe

Vom reinen Krankenschuh bis zum Distanzschuh bietet der Markt, dank neuester Entwicklungen, mittlerweile eigentlich alles, was der Huf begehrt. Entscheidend ist, er muss passen und für den entsprechenden Einsatzzweck korrekt ausgewählt werden. Die unzähligen Vorteile von Hufschuhen sind heutzutage nicht mehr zu leugnen und bieten nur sehr wenig "Spielraum" für den Einsatz anderer Hufschutzarten. Besonders bei der Hufrehabilitation sind eine korrekte Hufbearbeitung und der Einsatz von Hufschuhen aus meiner Sicht fest miteinander verzahnt. Ich berate euch gerne zu diesem Thema.

 

Klebebeschlag 

Grundsätzlich ist der Hufschuh dem Klebebeschlag immer vorzuziehen, da er in der Regel nicht 24/7 getragen wird. Viele Hufsituationen oder Hufkrankheiten erfordern eine teils tägliche Kontrolle und kurze Intervalle bei der Hufbearbeitung. Dies kann ein Klebebeschlag nicht leisten, da er in erster Linie aus kostengründen im Normalfall etwa 6 Wochen am Huf bleibt (leider oft noch deutlich länger). Bei einem unsachgemäßen Einsatz von Klebebeschlägen, zum Beispiel bei willkürlicher Verwendung von Grundplatten mit Eisenkern und s.g. Aufzügen, kann auf Dauer sogar eine schadhafte Wirkung erziehlt werden, da genau wie beim Hufeisen der Hufmechanismus sehr stark eingeschränkt wird. Aktuell ist bezüglich Klebebeschläge ein s.g. "Hype" zu spüren, von dem ich mich ausdrücklich distanziere, da das wirklich sinnvolle Einsatzgebiet dieser Art von Hufschutz doch sehr klein ist. Selbstverständlich gibt es aber Hufsituationen, die dazu führen, dass kein Hufschuh zufriedenstellend funktioniert. Hierzu zählen beispielsweise Deformationen der Hufkapsel. Klebebeschläge können hier übergangsweise Abhilfe schaffen. Der Hohe Preis für das fachgerechte Aufbringen von Klebebeschlägen ergibt sich aus dem enormen Zeitaufwand im Verhältnis zu einer normalen Hufbearbeitung. Damit Klebebeschläge zufriedenstellend halten, müssen die Hufe sehr sorgfältig vorbereitet werden.

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